Habe euch nicht vergessen

Hey Leute,
habe euch nicht vergessen und werde bald wieder anfangen den Blog mit Erfahrungen und Eindrücken zu füllen. Bin, wie die meisten wahrscheinlich wissen, gerade in Marokko und muss ich hier erstmal an Land, Leute und Aufgaben gewöhnen. Also freut euch auf spannende Storys mit den tanzenden Ryanair-Flugbegleiter, Louis de Funès der Vermieter und ein Ausflug an den Strand mit Marokkaner!

Get up and surf!

„sweet sensation…“ uh.. 5:45 Uhr und ich muss schnell meine Telefon aus dem Kopfkissenbezug zerren und den Wecker ausmachen. Das wichtigste.. nicht Snoozen! „Tim.. Snooz´st du eigentlich?“ Fragte mich am ersten Tag Erik. „Du sprichst gerade mit dem Snooze Weltmeister“ antwortetet ich! Sein Blick versteinerte und die Antwort war klar und deutlich: „Wir Snoozen hier nicht!“. Oh, dachte ich! Das wird schon mal schwer. Ich weiß nicht warum aber in Deutschland bekomme ich es einfach nicht hin, pünktlich aufzustehen. Na ja, sagen wir so: Ich stelle mir den Wecker auf 6:30Uhr um pünktlich nach 1 1/2 Stunden Snoozen gegen 8 Uhr aufzustehen. Warum komme ich nicht aus dem Bett? Weil ich keine Aufgabe habe auf die ich mich freue? Hier in Sri Lanka Snooze ich nicht. Ich wache direkt auf, mache den Wecker aus und starte den Tag. Kann natürlich auch daran liegen, dass ich die anderen nicht verärgern möchte! Nicht immer um 5:45 aber sehr oft in der Woche. Entweder ich habe um 6:15 Kurs oder ich gehe selber surfen. Es gibt auch Tage, da stehe ich um 6:00 Uhr auf ohne das ich Kurs habe oder surfen gehe. Dann habe ich locker 2 Stunden für mich alleine um zu lesen oder einfach in Ruhe einen Kaffee zu trinken. Der Kaffee hier wird übrigens wie ein Türkischer-Mokka zubereitet. Also einfach Kaffeepulver in das heiße Wasser schütten und warten bis sich das Pulver absetzt. Wir als Team habe eine Bialetti um uns einen leckeren Espresso zu gönnen. Wir haben ein 6 Bett Zimmer und die anderen Team´er schlafen mit mir im Zimmer. Wenn jeder den Wecker auf unterschiedliche Uhrzeiten stellen würde und dann noch Snoozen.. das wäre der Horror. Deswegen lassen wir das und stehen direkt auf. Celso, der verrückte Brasilianer schaffte es nicht immer. Aber wir nehmen ihm das nicht böse. Celso in 3 Worten: verrückt, chaotisch, lustig. Schnell Zähne putzen, Boardshorts und ein ein T-Shirt anziehen, mit Sonnencreme eincremen und dann ab nach unten. Ach shit, Erste-Hilfe-Kit vergessen. Also nochmal die 16 Treppenstufen nach oben in die zweite Etage wo wir unseren Raum haben und das EHK geschnappt. Fahre ich mit dem Roller? Ja, heute sind die Tuk-Tuk komplett belegt. 6 Gäste, 2 Tuk-Tuk´s daher muss ich mit dem Roller fahren. Also noch den Helm und die Sonnenbrille + Führerschein mit runter nehmen. In die Küche, 2-3 Bananen essen sowie eine Flasche Wasser mitnehmen und in den Roller legen. Das Surfboard in die seitliche Rollerbefestigung klemmen und da kommen auch schon die Kursteilnehmer. Eben sicherstellen das Sie die richten Boards aus der Garage nehmen und auf das Dach des Tuk-Tuk´s legen. Dem Fahrer mitteilen wohin es geht und ab geht die wilde Fahrt. Eigentlich ist es immer sehr wild. Nur morgens sind die meisten mega entspannt. Die Fahrer habe Räucherstäbchen an und der Verkehr ist nich so dicht, dass man verrückt überholt wird. Was verrücktes überholen ist, zeige ich euch in einem anderen Beitrag noch. Sagen wir es so, der Ghostrider würde sich hier sehr wohl fühlen. An dem Surfsport angekommen werden die Boards abgeladen und es geht ins Wasser. Ein bisschen Theorie am Strand, Gleit- und Paddelübungen, Take-Off Übungen und vor allem Spaß haben. 2 Stunden versuche ich den Kursteilnehmer Spaß am Surfen und die Lust auf mehr zu geben. Wir lachen, jubeln, springen und hüpfen zusammen. Das klatschen eines High-Five und die „Woooohoooo & Jeaaah!“ rufe übertönen manchmal das Geräusch der brechenden Wellen. Nach 2 Stunden steigen wir völlig zufrieden und ausgepowert in die Tuk Tuk´s und fahren Richtung reichhaltig gedeckten Frühstückstisch. Verdient haben wir es uns auf jeden Fall..

Es ist ein guter Job!

Mittagszeit im Drivethru Surfcamp. So gegen 13:30-14:00 Uhr gibt es etwas zum Mittagessen. Meistens Papaya, Mango, Ananas und Wassermelone dazu noch verschiedene Sachen wie Rotti´s, Grießbrei oder Bananen-Curry. Wir sitzen also mit ein paar Leuten am Essentisch und erzählen woher wir so kommen und was wir machen. Die meisten hatten echt interessante Jobs und Sie sprachen mit Freude darüber. Als ich gefragt wurde, was mein Job sei wusste ich zuerst nicht was ich Antworten sollte. Im Grunde bin ich momentan Arbeitslos. Aber So richtig ja auch nicht, ich bin ja nicht Arbeitslos sondern ich habe momentan einen Job im Team vom Drivethru… „Ich arbeite hier im Camp!“ sagte ich also. Zuerst mal kam ich davon wobei ich in den meisten Gesichtern sehen konnte, dass Ihnen die Antwort nicht reichte. „2 Wochen“ Antwortete ich auf die Frage, wie lange ich denn schon hier arbeite. Der Druck der Gruppe wurde immer größer daher musste ich dann doch mit der Sprache raus! Ich erzählte also von meinem Job im Vertrieb und das ich unglücklich war und ich etwas ändern musste. Was ich bemerkenswert und sehr interessant finde, ist die Tatsache, dass die meisten dann nicken und etwas in sich kehren. Sobald nun einer anfängt darüber zu reden, dass sein Job doch nicht ganz so toll ist und es eigentlich nicht das ist, was er sich vorstellen, bricht es aus vielen raus. Ich habe hier noch keinen erlebt, der total glücklich mit seinem Job ist. Sind wir so? Sind wir nie zufrieden oder machen wir einfach nicht das, was uns gefällt? Sind wir erst dann nicht zufrieden, wenn einer von einem anderen Leben erzählt. Es gibt Studien darüber, dass einer so lange mit seiner Gehaltserhöhung zufrieden ist, bis er erfährt, dass eine andere Person im gleichen Zeitraum mehr bekommen hat. Unabhängig von der Höhe. Sind wir also so lange mit unserem Job zufrieden, bis wir von einer anderen Person hören was Sie macht und dies dann mit uns vergleichen? Sind heutzutage so viele in ihrem Job unglücklich weil es so viel Informationsaustausch und transparenz gibt? Oder haben wir unsere Ansprüche geändert? Habt ihr einmal eure Eltern darüber reden hören, dass der Job nicht toll ist und es nicht die Erfüllung ist? War früher die Familie Erfüllung und der Job das notwendige Übel das ausgehalten werden muss? Streben wir zu sehr nach dem Perfekten für uns selbst oder für die Aussenwelt? Das sind Fragen die ich nur Stelle und zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten kann. Rob hat einen guten Job in der Sportbranche bei einem bekannten Ski-Brillen Hersteller. Nach den Erzählungen zu urteilen ist es ein guter Job mit dem man ein gutes Leben führen kann und der noch Abwechslungsreich und Interessant ist. Eigentlich jedoch, schlägt sein Herz für die Musik. Er ist hier, um im Camp Konzerte zu spielen. Er erwähnte, dass sein Chef ihn in 2-3 Jahren auf eine andere Position befördern möchte. Mehr Arbeit, mehr Verantwortung, mehr Geld. „Es ist ein guter Job“ sagte Rob. Ich schaute ihn an und entgegnete: „Ja, hört sich gut an! Aber ist es auch ein guter Job für dich?“ Etwas verwundert über die Frage brachte ich Ihm zum nachdenken. „Na ja, es ist viel Arbeit und eigentlich würde ich viel lieber Musik machen! Aber das ist ein schweres Business und der Job ist da echt gut. Mein Chef ist super und die Kollegen auch!“ „Ja, Rob! Der Job ist toll, aber ist er toll für dich? Passt er in dein Leben? Ist es das was du machen möchtest? Stell dir vor, du steckst all deine Energie und Überstunden in dein Muisk-Projekt. Keiner sagt, dass es leicht wird! Aber es wurde noch nie eine Goldmedaille nebenbei gewonnen. Nur wenn du mit voller Kraft an einer Sache arbeitest und alles was du hast reinsteckst kann das unmögliche wahr werden“. Es blieb kurz ruhig am Tisch und jeder dachte nach. Rob schaute zu mir auf und nickte. An dem Abend spiele Rob sein erstes Konzert im Camp. Er hat sogar einen Song über Leute geschrieben, die ihr Ziel verfolgen und mutig genug sind, dass zu machen was Sie wollen. Was hält Ihn ab? Was hält dich ab?

Rob macht echt gute Musik! Hier könnt ihr euch selber überzeugen. Mein persönliches Lieblingslied „No Air“

Luftiges Sri Lanka

Es ist soweit, es geht los! Erster Einsatz als Surfcoach! Also werde noch nicht alleine auf die Menschheit losgelassen sondern Waschdl nimmt mich mit und zeigt mir, wie er das bisher so macht. Die Kursteilnehmer sind in die Tuk.Tuks gehüpft und die Bretter sind auf das Dach geschnallt. Waschdl und ich fahren mit dem Roller. Die Boards in die seitliche Halterung gesteckt. Ich setzte mich also hinten auf den Roller und ein „uhhh“ kommt von vorne. „Wasn los?“ fragte ich Waschdel.. er meinte nur: „Hatte noch nie einen Bremsklotz hinten drauf“. Frechheit.. ich mit meinen zarten 95kg! Habe ihm dann erklärt, dass man schon ein bisschen Gewicht hinten braucht um mehr Anpressdruck auf dem kraftübertragenden Rad zu haben. Wir haben uns dann auf Spoiler geeinigt.. also kein Bremsklotz mehr sondern ein Spoiler. Er fährt ganz gut.. ich meine dafür das er kein Führerschein hat und das Fahren erst auf Sri Lanka gelernt hat ist es super! Er meinte nur das die Gewichtsverteilung mit mir nicht ganz so passt und es deswegen was unrund ist! Ich schob es auf die Surfboards an der Seite. Dies würde die Aerodynamik zum negativen beinflussen…wir fuhren also zum Surfspot. Nach einer erfolgreichen und lehrreichen Surfsession ging es mit dem Roller zurück. Mit den nassen Boardshorts auf den Roller und ab die Fahrt. Ich saß also hinten auf dem Roller, Sonnenbrille, Calimero-Helm und nasse Boardshort. Ich musste, um einigermaßen gemütlich zu sitzen meine beine sehr weiter seitlich von dem Roller spreizen. Nachdem wir ca. 10 Minuten durch den dichten Verkehr gefahren sind bemerkte ich, dass es untenrum doch etwas sehr luftig war. Ich hatte natürlich keine Unterwäsche an. Was ich nicht bemerkt hatte, das der Fahrtwind sowie der Küstenwind dafür sorgte, das sich die Boardshorts am Bein weit aufblähten. Das Kindererzeugnisgerät sowie die beiden Produktionsstätten sind auf eine Seite geflutscht und durch den Fahrtwind gab es freie Sicht. Super Tim! Zweiter Tag in Sri Lanka und schon Sack-zeigender-Weise von Welligama nach Mahida gefahren. Wie es auf dem hinweg war, will ich gar nicht wissen und was die Leute gedacht haben erst recht nicht. Memo an mich: Diese Boardshorts nicht mehr zum Rollerfahren anziehen!

Welcome to Sri Lanka

Wie des öfteren, haben wir einfach mal kein Internet! Deswegen konnte ich leider den Sonntag als Termin für einen neuen Eintrag nicht einhalten. Aber hier ist er nun:

Aufenthalt in Dubai sowie den Flug nach Colombo gut überstanden. Am Schalter versucht mein 30 Tages Visa in 90 Tage umzuwandeln – Fail! Muss ich wohl in Colombo in der Botschaft machen! Aus dem Gate raus in Richtung Ausgang gelaufen und das Schild auf dem mein Name steht versucht zu sichten. Tim! Da steht es.. der Fahrer führt mich zum Auto. Ein Schritt aus der Tür des klimatisierten Flughafen.. bam! Ich laufe gegen eine Wand von Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit. Endlich, nach 300mtr. und einem schon durchgeschwitzten T-Shirt kommen wir am Auto an. Klimaanlage auf Schockfrosten gestellt und los ging die 2 1/2 std. fahrt nach Matara in den kleinen Ort Madiha zu Drivethru. Am Anfang wollte ich mich noch zwingen wach zu bleiben um etwas von der Landschaft zu sehen aber irgendwie bin ich immer wieder eingeschlafen. Wir fahren auf ein großes Gelände mit einer großen Eingangspforte. Was will der denn hier? Frage ich mich bis ich das Haupthaus wieder erkenne. Ich bin da! und es richtig schön so wie auf den Bilder der Internetpräsenz. Der Wagen hält, ich steige aus und hole mein Zeug aus dem Auto. Waschdl, kommt auf mich zu und begrüßt mich mit den Worten. „Hey, ich kenne dich irgendwoher“ „Ja“ sag ich „wir haben geskypt! Ich bin Tim eure Verstärkung fürs Team“. Er brachte mich zu Pia. Sie zeigte mir sichtlich verkatert das komplette Gelände und erklärte mit die Abläufe. Das Gelände (ich sitze gerade unten auf der Couch im Wohnzimmer und schreibe diesen Bericht. Gegenüber von mir, verläuft die Wendeltreppe nach oben zu unserm Teamer-Bereich. Auf einmal schaut sitze ein Affe auf der Wendeltreppe und schaut mich an. Da die oben immer irgendwas klauen (Creme, Rasiere, Shampoo, Schuhe) bin ich natürlich aufgesprungen und habe ihn verscheucht. Witzig ist es aber schon) ist echt schön und super angelegt. Ich zeige euch einfach mal Bilder:

Vorgarten

PoolCabana

Pool & PoolCabana Wohnzimmer

Boardgarage + Fuhrpark Essbereich

YogaCabana

 

Weitere Bilder und Videos findet ihr auf der Homepage von Drivethru.

Aufenthalts Update:

14.06. zurück nach Deutschland, evtl. ab 02.08. für 10-12 Wochen nach Marokko, ab ca. November 10 Wochen nach Senegal.

 

Tag der Abreise

Es ist Samstag. Alle Sachen sind gepackt.. na ja sagen wir es so! Es ist 3 Minuten bevor wir losfahren müssen um rechtzeitig am Flughafen zu sein und alles ist im Keller verstaut. Es sieht ein bisschen so aus, als hätte ich in letzter Sekunde irgendwas gesucht und alle Kartons noch einmal aufgerissen. Muss Micha noch drum bitten 2 Wäschestände voll mit Wäsche abzuhängen und ins Büro zu räumen. Schon komisch… alles was vorher auf 50qm gepasst hat, ist jetzt in Kisten gestapelt und steht auf 12qm. Braucht man wirklich so viel Zeug? Brauche ich so viele Jeans? so viele T-Shirts?  Ich behalte T-Shirts selbst wenn ich Sie nicht mehr anziehe oder sie nicht mehr passen da sie im laufe der Jahre immer kleiner geworden sind. Blöder Stoff! Die Hersteller sollten das als Sicherheitshinweis drauf schreiben: „Dieser Stoff schrumpft mit der Aufnahme von Lebensmitteln“. Ich habe viele Klamotten in letzter Zeit abgegeben und denke ich habe immer noch zu viel. Man sollte viel öfter mit dem Backpack verreisen. Hier ist der Platz begrenzt und man lernt nur das nötigste mitzunehmen. Jedes T-Shirt das nicht benötigt wird fällt einem dann zur Last. Ohne viel Gepäck fühl man sich leichter und freier. Kann man das auch auf die Sachen in der Wohnung übertragen? Ich drehe den Schlüssel vom Büro um, die Tür ist verschlossen und steige die Treppen nach oben. Warm ist es! Dad meinte, dass das Wetter hier jetzt auch gut ist und ich gar nicht weg muss! Mein Rucksack, meine Boards und mein Backpack stehen bereit. Der einzige Ballast den ich in nächster Zeit mir mir rumschleppen muss:

Ballast oder notwendig?

Wir packten die Sachen ins Auto. Mit einer sichtlich anstrengenden Bewegung hüpfte Sam in den Bus. Dad und ich fuhren noch zu Sabrina. Sie musste an diesem Samstag arbeiten von daher sind wir schnell am Geschäft vorbei gefahren. Nach der Verabschiedung ging es zum Flughafen nach Düsseldorf. Dad und ich verabschiedeten und ausgiebig und quatschen noch etwas. So, es geht los! Am Check angekommen quatschte ich ein bisschen mit der Servicekraft. Ich weiß nicht mehr wie wir drauf kamen aber Sie kommt bei Candy Crush bis ins Lvl. 680 und hat mir verboten weiter als Sie zu kommen. Abgesehen davon, dass ich Candy Crush nicht habe, vordere ich alle CC-Gamer dazu auf, das Level 681 zu erreichen und dann die Servicekraft am Schalter von Emirates davon zu erzählen und Sie von mir schön zu Grüßen. Board und Rucksack abgegeben. Sicherheitsschalter Problemlos überwunden. Warum stellen sich eigentlich die meisten Leute an eine Schlage an, obwohl Sie nicht wissen wohin sie führt? Ich bin erstmal gucken gegangen und habe gesehen, dass sich EU-Bürger auch an einer automatischen Passkontrolle begeben können. An der Schlange vorbei habe ich mich ohne Wartezeit an einen von ca. 10 unbenutzen automatischen Passkontrollen in den Abflugbereich begeben. Dort wartete schon der A380 nach Dubai auf mich. Die anderen Flieger sehen neben dem A380 aus wie Spielzeuge aus. Habe mich erstmal gemütlich vor dem letzen Check-In in den Sessel gesetzt und warte darauf, dass die Passagiere aufgerufen werden. Habe noch lange mit Jochen telefoniert und bin durch die Duty-Free Shops gelaufen als sich die anderen Passagiere mal wieder in die Schlange eingereiht haben. Ich habe ein paar Tage vorher mir noch ein paar Bose Kopfhörer mit Noise Cancelling geholt. AWESOME! Im Flugzeug aufgezogen und das Cancelling eingeschaltet. Keine Fluggeräusche!!! und Dank eines Adapters, konnte ich das Entertaiment-System vom Emirates über die Kopfhörer laufen lassen. Nach einigen Mahlzeiten, Snacks, Filmen und Powernaps bin ich dann in Dubai gelandet!

Die letzen Tage

Alles gepackt? Nichts vergessen? Wo ist mein Reisepass überhaupt? Ach, da liegt er ja auf dem Schreibtisch im Büro. 4 Wochen ist nun her, dass ich die Zusage von Drivethru bekommen habe.Heute ist Donnerstag und am Samstag geht es schon los. Habe ja noch viel Zeit, viel Zeit zum packen, aufräumen, umräumen, letzte Detail klären, verabschieden.. ist es ein Abschied? Nein! Für mich nicht, diesmal fühle ich mich nicht nach verabschieden wie damals vor Australien. Damals gab es ne große Party mit seeehr vielen Drinks, aber diesmal ist mir nicht danach. Ich bin ja nicht weg, nur eine Zeitlang nicht da! Andy habe ich vor dem „Eskalationswochenden“ auch ewig nicht gesehen. Er hat auch kein Abschied gefeiert. Er ist ja noch da.. und genauso bin ich auch noch da, nur nicht örtlich. Die Wohnung muss noch leergeräumt werden. Tim hat die Wohnung nun für 1 Jahr gemietet und somit ein Großteil dazu beigetragen, dass diese Reise überhaupt so stattfinden kann. Reise.. ist es eine Reise? Ja, ich Reise an einen anderen  Ort aber ich Reise jetzt nicht rum sondern bin fest an einem Ort um dort etwas zu arbeiten. So möchte ich das auch weiter machen. Habe momentan keine Interesse daran, selber zu Reisen sondern möchte eine Aufgabe haben. Bei Drivethru habe ich eine Aufgabe.. ich kann anderen Leuten ein großes Hobby von mir näher bringen. Anders als im Vertrieb muss ich nicht zu den Leuten sondern die Leute kommen zu uns und haben sogar Spaß dabei. Ich kann ihnen was beibringen was mir Spaß macht und im besten Fall Ihnen auch. Vertrieb.. oh shit! Ich muss los… um 12 Uhr in Köln sein. Drucker, Telefon, Passwörter, Akten, Auto.. alles wird abgegeben. Wolfgang, mein Chef fährt mich danach sogar nach Hause. Super nett von ihm. Er war immer nett und hilfsbereit zu mir. Nachdem wir den ganzen Papierkrieg hinter uns hatten fuhr er mich nach Hause. Die Stimmung im Auto war irgendwie komisch. Vorfreude auf die Reise, wir taten uns schwer damit den Small-Talk aufrecht zu erhalten. Am Ende habe ich noch ein kleines Abschiedsgeschenk von Ihm erhalten. Super nett! Ich meine, ich habe gekündigt und die Firma in eine schwierige Situation gebracht. Vor einem Jahr angefangen, Kunden an mich gewöhnt, Informationen gedruckt und verschickt und nun höre ich wieder auf. Ein Nachfolger ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht gefunden. Ich hoffe, dass STO einen guten Mitarbeiter findet der die Arbeit gerne macht und seine Erfüllung im Vertrieb findet. Ich habe Sie nicht gefunden. Obwohl sich alles erst sehr gut angehört hat und ich am Anfang mega zufrieden und zuversichtlich war. Es hat sich geändert, ich habe mich geändert. Meine Ansprüche an mich selbst und wie ich mein Leben verbringen möchte. Es reicht mit nicht gut zu verdienen und einen Firmenwagen zu fahren. Ich möchte Spaß an meinem Job haben, etwas verändern, Menschen mit dem was ich mache glücklich machen, das Gefühl haben etwas zu bewirken, einen Grund haben morgens aufzustehen. Hätte ich gar nicht bei STO anfangen sollen? Nein, das war die richtige Entscheidung zu STO zu gehen. Das Jahr war trotzdem eine schöne Zeit. Vielleicht muss man erst einmal einen Weg gehen bevor man merkt, dass es nicht der richtige ist. Sich für einen Weg zu entscheiden ist glaube ich das wichtigste. Etwas nicht zu machen oder sich vom Alltag treiben zu lassen ist für mich das schlimmste. Man fühlt sich nach einer Zeit in einer Einbahnstraße. Das Leben ist keine Einbahnstraße. Jeden Tag, jede Sekunde, jeden Moment kann man sich neu Entscheiden. Warum? Weil es das eine und vor allem das eigene Leben ist. Mut ist das einzige was man braucht um diesen Schritt zu gehen. Vom 3 Meter Brett springen erfordert auch Mut. Wie fühlt man sich danach? Mal über seinen Schatten springen, fühlt sich oft sehr gut an. Vom 3 Meter Brett springen, Bungee-Jump, jemanden sagen, dass man ihn gerne hat. Alles Sachen die man nicht gerne macht und vor allem nicht das erste mal. Aber es fühlt sich gut an, oder? Könnte ihr euch vorstellen wie es sich anfühlt sein Leben in die Hand zu nehmen? Nicht gesteuert werden! Sondern steuern! Ich fühlte mich super, die Last auf meinen Schultern ist abgefallen .. bald fühle ich mich Federleicht, oder?

 

Blog 2016

Hallo Zusammen,

hier entsteht mein Blog für das Jahr 2016. Wer es noch nicht weiß, ich habe zum 31.03.2016 meinen Job bei STO gekündigt und konnte Dank Resturlaub schon am 26.03.2016 in den Flieger nach Sri Lanka steigen. Auf Sri Lanka werde ich in dem Surfcamp www.drivethru.de als Surfcoach für Anfänger arbeiten. Werde dort bis zum 14.06.2016 bleiben und dann Richtung Heimat fliegen. Da ich momentan noch nicht weiß wie es mit meiner Reise weitergeht, werde ich euch hier auf dem laufenden halte. Mein Plan ist es, jeden Sonntag etwas zu posten. Mal schauen ob ich das beibehalten kann. Der Alltag hier im Camp ist schon sehr stressig.. wie ihr bald lesen könnt. Somit wisst ihr nicht nur wo ich mich rumtreibe und was ich gerade mache, sondern auch wann ich für eine kurze Zeit in Deutschland bin und ihr mich sehen könnt. Da ich meine Wohnung für ein Jahr fest an einen Freund vermietet habe brauche ich in dieser Zeit auch irgendwo einen Schlafplatz. Also putz euer Wohnzimmer, entleert eure Waschmaschine und richtet eure Couch :)